Hausnotruf Kosten / Preise

Was kostet ein Hausnotruf?

Einn Hausnotruf ist relativ günstig im Preis. Man unterscheidet zwischen den einmaligen Kosten für den Anschluss und den laufenden monatlichen Kosten für den Hausnotruf, sowie der Art der Schlüsselhinterlegung für den Notfall. Im folgenden eine Übersicht der durchschnittlichen Preisspannen.

Leistung Monatlich Einmalig
*O.S. 14€ bis 25€ 10€ bis 80€
*M.S. 30€ bis 40€ 10€ bis 80€

*O.S. = Ohne Schlüsselverwahrung
*M.S. = Mit Schlüsselverwahrung

Weitere Kosten:
Bei einem notwendigen Einsatz können je nach Anbieter weitere Kosten anfallen. Zudem sind optionale Zusatzleistungen, wie beispielweise passive Notrufe oder ein zusätzlicher mobiler Notruf, meist kostenpflichtig zubuchbar. Wartungen und Reparatur sollten in den meisten Fällen aber in der monatlichen Gebühr enthalten sein.

Tipps:
Ab einer bestimmten Laufzeit erlassen viele Hausnotrufanbieter Ihnen die Kosten für den einmaligen Anschluss. Dies ist meist ab einer Laufzeit von einem Jahr der Fall. Achten Sie bei einem Vertrag besonders darauf, dass die meisten Kosten fix statt variabel gehalten werden. Zudem ist ein Hausnotruf seit dem 3. September 2015 als sogenannte haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer absetzbar! Hierbei ist unerheblich, ob der Pflegebedürftige im eigenen Zuhause, im Pflegeheim oder im betreuten Wohnen untergebracht ist.

Kostenübernahme für Hausnotruf?

Ein Hausnotruf gilt in Deutschland als anerkanntes Hilfsmittel. Wenn die Person, für die der Hausnotruf gedacht ist, einen der anerkannten Pflegegrade besitzt, ist es daher sehr wahrscheinlich, dass die Pflegeversicherung (oder das Sozialamt) den Hausnotruf bezuschusst. Je nach Anbieter deckt dieser Zuschuss sogar die gesamten monatlichen Kosten (für eine Basisvariante ohne Schlüsselhinterlegung), sowie die einmalige Anschlussgebühr.

Zuschuss: Anschluss Zuschuss: Monatsgebühr
10,49€ 18,36€

Voraussetzung:
Für die Kostenübernahme gilt ein Pflegegrad, sowie der Sachverhalt, dass der pflegebedürftige Hausnotrufbesitzer die meiste Zeit des Tages alleine lebt und das Eintreten einer Notsituation somit jederzeit möglich ist. Die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist in den Fällen wahrscheinlich, in denen durch einen Hausnotruf ein Krankenhausaufenthalt vermieden bzw. das zuhause wohnen bleiben gesichert werden kann.

Hausnotrufe: Vergleich der Anbieter?

Archiv: Alte Version unseres Hausnotruf-Artikels

Im hohen Alter verspüren viele Senioren mehr denn je den Wunsch, selbstständig in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben. Doch diesem Wunsch stehen oftmals körperliche Gebrechen gegenüber, die sich gerade im Alltag als gefährliche Stolperfallen entpuppen. Um den Einzug in ein Pflegeheim jedoch noch ein wenig hinauszuzögern, ohne große Abstriche in der eigenen Sicherheit machen zu müssen, gibt es den Hausnotruf. Im Notfall kann hier mit nur einem Knopfdruck Hilfe alarmiert werden. Doch was kostet ein Hausnotruf?

Was kostet mich das Basispaket?

Ob Wohlfahrtsverbände oder private Anbieter, der monatliche Preis für die Basisversorgung der Hausnotrufanbieter liegt zwischen 14,25€ und 25,00€. Das Basispaket umfasst neben der Basisstation und dem sogenannten Funkfinger, die Anbindung an eine Hausnotrufzentrale. Zusätzlich zu der monatlichen Gebühr, entstehen in den meisten Fällen noch einmalige Anschlusskosten, die je nach Anbieter von 6,80€ bis 78,00€ reichen. Die großen Wohlfahrtsverbände, wie der Malteser Hilfsdienst, Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und die Johanniter-Unfall-Hilfe erstatten für diesen Service keinen Aufpreis. Bei der Wahl eines Hausnotrufanbieters lohnt es sich daher auf jeden Fall, die Preise zu vergleichen. Generell, sind die privaten Anbieter aus der Region preislich oft ein wenig günstiger aufgestellt. Die großen Wohlfahrtsverbände bestechen hier jedoch zumeist mit einem besseren Service und einer umfangreichen Beratung.

Extras gegen Aufpreis

Wer sich mehr Service-Leistungen von seinem Hausnotrufanbieter wünscht, wie etwa die Verwahrung des eigenen Haustürschlüssels, muss für die Nutzung seines Hausnotrufsystems mit monatlichen Kosten von 29,00€ bis 50,00€ rechnen. Bei diesem Service-Angebot sind dann beispielsweise auch Dienstleistungen, wie tägliche Okay-Meldungen oder aus Versehen getätigte Notrufe kostenfrei. Bei vielen Anbietern ist oft nur ein kostenloser Anruf im Monat mitinbegriffen, wobei zusätzliche Leistungen gesondert berechnet werden. Mit einem Komplettpaket geht der Malteser Hausnotruf vorbildlich voran, und bietet ein Hausnotrufpaket in dem bereits alle Kosten verrechnet sind. Eine weitere Möglichkeit sein Notrufpaket zu erweitern, ist eine Notruffunktion für das eigene Handy. Auch hier variieren die Kosten der Anbieter zwischen 3,00€ bis 35,00€ monatlich. Für die Miete eines Notrufhandys verlangen die Anbieter monatlich zwischen 15,00€ und 50,00€.

Erhalte ich einen Zuschuss von meiner Pflegekasse?

Beim Vorhandensein einer Pflegestufe beziehungsweise bei anerkannter Pflegebedürftigkeit, erhält man von der Pflegekasse einen Zuschuss zur Hausnotruf Basisversorgung. Dabei werden die einmalig anfallenden Installationskosten mit 10,26€ und die monatlichen Kosten der Basisversorgung mit 18,36€ bezuschusst. Voraussetzung hierbei ist, neben der anerkannten Pflegebedürftigkeit, dass der Hausnotrufanbieter Vertragspartner der Pflegekasse ist. Bei den Maltesern ist die Basis-Version in diesem Fall sogar kostenlos. Grundsätzlich gilt ein Hausnotrufsystem als „technisches Pflegehilfsmittel“. Daher kann hier auch eine Kostenerstattung bei der jeweiligen Pflegekasse beantragt werden.